Terme Maribor
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MARIBORER PERSÖNLICHKEITEN

Bekannten Mariborer Persönlichkeiten

FRANC MINAŘIK
Pharmazeut und Historiker auf den Gebieten Medizin und Pharmazie
(Smolnik, 9. Juni 1887 – Maribor, 9. Juni 1972)

Nach seiner Ankunft in Maribor war er in den Jahren 1927 bis 1949 Inhaber und Leiter der Mariborer Stadtapotheke „Pri Orlu“. Seit dem Jahre 1955 war er Dozent für Geschichte der Pharmazie an der pharmazeutischen Abteilung der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik in Ljubljana tätig und seit dem Jahre 1967 an der Medizinischen Fakultät. Franc Minařik war der erste gründliche Sammler und Erforscher von Material über die Geschichte der Pharmazie in Slowenien. Er sammelte auch das meiste Material für die ständige Apothekensammlung im Mariborer Regionalmuseum. Er schrieb fünf selbstständige Publikationen, unter denen Olimje. Die Historische Apotheke in Bild und Wort (Olimje. Historična lekarna v sliki in besedi, 1955), Die Glaswerkstätten von Pohorje (Pohorske steklarne, 1966) und Von altslowanischen Wunderheilpraktiken bis zur zeitgenössischen Arznei (Od staroslovanskega vraštva do sodobnega zdravila, 1971) am bedeutendsten sind.
Franc Minařik war Mitglied des internationalen Geschichts- und Pharmazieverbands in Basel sowie der internationalen Akademie für Pharmaziegeschichte in Haag und er war Ehrenmitglied beim Slowenischen Geschichtsverband. Nach ihm wurde auch die höchste pharmazeutische Auszeichnung benannt.

JOSIP  PRIMOŽIČ - TOŠO
Turner, Maler und Bühnenbildner
(Ljubljana, 7. Februar 1900 – Maribor, 18. August 1985)

In den Jahren 1923 bis 1940 beschäftigte sich Josip Primožič – Tošo mit Gymnastik und war neben Leon Štukelj der erfolgreichste Turner des Vorkriegsvereins Sokol. Bei den Olympischen Spielen in Paris (1924), Amsterdam (1928) und Berlin (1936) sowie bei den Weltmeisterschaften in Lyon (1926), Luxemburg (1930) und Prag (1938) hat er insgesamt 11 Medaillen gewonnen. Seinen erfolgreichsten olympischen Auftritt hatte er im Jahre 1928, als er eine Silbermedaille am Barren holte, sein größter Erfolg waren jedoch die Weltmeisterschaften im Jahre 1930, von wo er 4 Goldmedaillen mit nach Hause brachte. Später war Josip Primožič – Tošo bei internationalen Gymnastikwettbewerben als Schiedsrichter tätig. In Maribor lebte er seit dem Jahre 1928, wo er als Zeichner bei verschiedenen Bauunternehmen  arbeitete. In den Jahren 1949 bis 1962 war er Bühnenbildner beim Slowenischen Nationaltheater Maribor, wo er Bühnenbilder für über 60 Opern, Dramen und Ballette kreierte. Nach seiner Pensionierung widmete er sich insbesondere der Malerei.

JOSIP  PRIOL
Obstbauer und Schulmann
(Morje pri Framu, 19. Februar 1889 – Maribor, 21. Mai 1969)

Seit dem Jahre 1919 war Josip Priol als Fachlehrer an der Mariborer Wein- und Obstbauschule tätig. Nach Absolvierung der Staatsprüfung im Jahre 1924 wurde er Professor für Obstbau (Pomologie) und im Jahre 1928 Direktor dieser Schule. Im Jahre 1946 wurde er zum Direktor des neu gegründeten slowenischen Obstbauinstituts in Maribor ernannt. Josip Priol war führender slowenische Pomologe, der sowohl Obstsorten und deren Erkrankungen, Düngung, Sortierung und Lagerung als auch die Entwicklung neuer Obstsorten erforschte. Er veranstaltete Kurse für Volksschullehrer, Landwirtschaftler und Hausfrauen. Er wirkte bei vielen Obstausstellungen und Kongressen mit, wo er über seine biologischen Versuche mit Obstbäumen berichtete. Er züchtete mehrere Apfelsorten, unter ihnen im Jahre 1967 den anerkannten „priolov delišes“. Er veröffentlichte mehr als 250 Fachbeiträge sowie eine Reihe selbstständiger Publikationen und Lehrbücher.

BOGO  TEPLÝ
Slawist und Historiker
(Velika Loka pri Trebnjem, 10. Januar 1900 – Maribor, 13. Juli 1979)

Bogo Teplý unterrichtete am klassischen Gymnasium in Maribor (1928-1941, 1946-1950). In den Jahren 1950 bis 1963 war er Direktor des Mariborer Regionalmuseums, wo er die Arbeit von Franjo Baš weiterführte. Nach seiner Pensionierung war er 16 Jahre lang nebenamtlicher Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Maribor, wo er eine reiche und wertvolle Dokumentation über das Geschehen in Maribor (Katalog Marburger Zeitung) erschuf, aufgrund derer noch heute zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen entstehen. Er schrieb Abhandlungen über die soziale Kunst sowie die politische und kulturelle Geschichte der slowenischen Steiermark. Er übersetzte fachliche und belletristische Werke und setzte sich für die Entwicklung der Mariborer Galerieaktivitäten und für die Gründung der Kunstgalerie und des Amts für Denkmalschutz in Maribor ein. Im Jahre 1971 erhielt Bogo Teplý den Valvasor-Preis für seinen Beitrag auf dem Gebiet des Museumswesens und der wirtschaftlichen, politischen und allgemeinen Geschichte. Im Jahre 1980 erhielt er post mortem die Trubar-Plakette für die Popularisierung seines Buches, mit der Begründung, als Organisator des kulturellen Lebens in der Vorkriegsvereinigung Svoboda die Lesekultur unter den Arbeitern gefördert zu haben.

PAVEL  TURNER
Mäzen, Publizist und Erzieher
(Planica nad Framom, 21. Januar 1842 – Maribor, 25. September 1924)

Als Gymnasiast gehörte Pavel Turner dem aktiven Kreis des ersten slowenischen Nationalvereins in Maribor – Slovanska čitalnica an. Nach der Promotion seines Doktorats in Strassburg im Jahre 1873 war er als Hauslehrer in Budapest, Wien und England tätig, wo er sich mit vielen Schriftstellern und Staatsleuten bekannt machte. Er galt als einer der bestgebildeten Slowenen seiner Zeit. Im Jahre 1903 kam er nach Maribor zurück, wo sich auf seinem Anwesen am Kalvarienbergs die Intellektuellen versammelten. Pavel Turner war Mäzen für zahlreiche slowenische Schüler, Studenten und Künstler. Im Jahre 1924 hinterließ er sein Vermögen für Stipendien der Ljubljanaer Universität (Turner-Stipendium), seine reiche Bibliothek dagegen vermachte er dem Geschichtsverband Maribor.

 

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